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Fachbeitrag

intersoft consulting services AG
1. Oktober 2012
|ZD – Zeitschrift für Datenschutz

Auftragsdatenverarbeitung durch Steuerberater

Autor

Marcus Kirsch
Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht

Leseprobe

»Werden personenbezogene Daten der Mitarbeiter z. B. im Rahmen der Lohnbuchhaltung an den Steuerberater übergeben, so stellt sich aus Sicht des Unternehmens die Frage nach der datenschutzrechtlichen Beurteilung.

Grundsätzlich setzt das BDSG für seine Anwendung den Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen oder nicht automatisierten Dateien voraus (§ 1 Abs. 2 Nr. 3 i. V. m. § 27 BDSG), wobei eine Anwendbarkeit auch gegeben ist, sofern die personenbezogenen Daten offensichtlich aus einer automatisierten Verarbeitung entnommen worden sind (z.B. Excel-Tabelle). Die Vorschrift des § 32 BDSG zum Beschäftigtendatenschutz ist allerdings auch dann anzuwenden, wenn personenbezogene Daten ohne Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen oder nicht automatisierten Dateien erhoben, verarbeitet oder genutzt werden (§ 32 Abs. 2 BDSG).

Ist die Weitergabe der Beschäftigtendaten daher als Übermittlung i. S. d. § 3 Abs. 4 Nr. 3 BDSG zu bewerten, so bedarf die Übermittlung als Unterfall der Verarbeitung gem. § 4 Abs. 1 BDSG entweder einer gesetzlichen Ermächtigung oder der Einwilligung des Betroffenen. Die unbefugte Verarbeitung personenbezogener Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, kann mit einem Bußgeld von bis zu € 300.000,- geahndet werden (§ 43 Abs. 2 Nr. 1 BDSG). …«

Weitere Infos

Der Artikel wurde in dem Fachmagazin »ZD - Zeitschrift für Datenschutz« (Ausgabe 10/2012) veröffentlicht. ZD ist eine monatlich erscheinende Zeitschrift des C.H.Beck-Verlags in München. Im Mittelpunkt stehen Themen aus der Unternehmenspraxis, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden: von Beschäftigtendatenschutz, Vorratsdatenspeicherung, Geodatenschutz, internationaler Datenschutz bis Social Media.

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